„Was das Herz zum schlagen bringt“ – Ein Interview

Und: Wie Coaching uns dabei helfen kann, glücklicher zu werden.
Im Gespräch mit der Journalistin, Meditationslehrerin und Glücksforscherin Bettina Hohmann entstand das nachfolgende Interview. Auch hier auf Bettina’s Blog nachzulesen: HAPPSTER  – Vom Suchen und Finden Des Glücks.

Mehr über Bettina Hohmann und Ihre Arbeit als Journalistin  www.bettinahomann.de
und leidenschaftliche Collagenbastlerin zu finden auf ihrem Blog  „YESMRSBURROUGHS“

Was das Herz zum Schlagen bringt

Wie Coaching uns dabei helfen kann, glücklicher zu werden

Gaby Haiber hat in ihrem Leben schon vieles gemacht. Sie hat ein kleines Unternehmen geführt, als Wirtschaftskorrespondentin und in der Werbe- und Filmbranche gearbeitet. Dann wurde sie Körpertherapeutin, Yogalehrerin, lebte und arbeitete sieben Jahre in den USA und Neuseeland und brachte die amerikanische Non Profit Organisation OFF THE MAT, INTO THE WORLD® nach Deutschland, die eine Brücke zwischen Yoga und sozialem Aktivismus schlägt und diverse Hilfsprojekte initiiert. Seit gut zehn Jahren hat sie als Coach, Mentorin und Trainerin ihre Berufung gefunden.

Live the Life you want to live“ steht auf deiner Homepage, aber genau das ist für viele von uns so schwer, warum eigentlich?
Weil uns oftmals unsere Ängste, Muster und Entfremdung von uns Selbst im Weg stehen. Da ist diese Ambivalenz, ein Teil in uns der würde gerne etwas Bestimmtes machen und da ist ein anderer Teil, der uns zurückhält. Je nachdem, wie wir aufgewachsen sind und wie wir geprägt wurden, leben wir mehr oder weniger das Leben, das uns entspricht.

Woher weiß man denn überhaupt, welches Leben einem entspricht?
Tatsächlich wissen viele gar nicht, was denn ihres wäre. Was wäre denn das Leben, das mich glücklich macht? Was erfüllt mich? Was berührt mich, was lässt mich lebendig fühlen und bringt mein Herz zum Schlagen. Viele wissen das nicht mehr.

Du gehst also davon aus, dass man es mal wusste?
Ja. Ich glaube, dass wir als Kinder noch sehr authentisch sind, noch klar spüren, was uns Freude macht und was nicht. Wenn wir dann gesagt bekommen: „Lass mal, du kannst nicht zeichnen“ kann das schon ausreichen, um uns davon abzubringen unsere kreative Seite auszuleben. Da braucht es gar keine großen Traumata.

Und dann kommt irgendwann die große Krise?
Manchmal ist es nur das diffuse Gefühl von Unzufriedenheit, Lustlosigkeit und innerer Leere. Manchmal kommt aber auch eine Krankheit oder ein Burn-Out. Das ist ein großes Thema.

Kommt Burn-Out nicht von zu viel Arbeit?
Viel arbeiten können wir total gut. Die Erschöpfung kommt, wenn wir ständig gegen den eigenen Strom anschwimmen, nicht kongruent leben, heißt unser Verhalten/Tun nicht mit unseren Werten und Bedürfnissen übereinstimmen und, den Wunsch nach Lebendigkeit und Sinn ignorieren.

Das heißt, es muss erst weh tun, bevor man etwas ändert?
Im Idealfall nein. Im Idealfall haben wir unsere Ohren nicht verschlossen für diese Stimme in uns, die uns eigentlich immer zuflüstert, wo wir uns lebendig fühlen würden. Aber tatsächlich ist es meist eine Krise, die Menschen dazu bringt, festzustellen: „Irgendwie bin ich die letzten Jahre wohin gestolpert und jetzt stehe ich da und weiß nicht mehr wie es weiter geht. Alles, von dem ich immer dachte, das es mich glücklich macht, hat nicht funktioniert.“ „Das kann es doch noch nicht gewesen sein“, ist ein Satz, den ich häufig höre.

Das heißt, eine Krise kann ein Anstoß sein?
Eine Krise wirkt oftmals wie ein Katalysator für Veränderung. Wenn wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir gefühlt nichts mehr zu verlieren haben, trauen wir uns oft den ersten großen Schritt hin zu Veränderung zu gehen. Deshalb muss es häufig erst „weh tun“ bevor wir etwas verändern.

Was sind deiner Meinung nach die größten Hindernisse, die dem Glück im Weg stehen?
Dass Menschen denken, dass sie Glück durch äußerliche Dinge erreichen. Wenn ich erst die Ausbildung habe, die Karriere gemacht habe, den und den Partner habe, wenn ich erst wieder gesund bin – zu glauben, irgendwo im Außen würde das Glück stattfinden, ist meiner Meinung nach ein Irrtum. Diese Dinge unterstützen sicherlich unser Wohlbefinden und machen das Leben generell leichter, aber uns nicht notgedrungen glücklicher, zufriedener und lebensfroher.

Wie findet man das Glück dann?
Hmmm…. gute Frage. Einerseits ist das sicherlich eine sehr individuelle Sache, das können die unterschiedlichsten Situationen von kompletter Präsenz und Akzeptanz sein, die einen mit einem Glücksgefühl durchfluten – und das sind oft sogar von außen betrachtet unangenehme oder schwierige Situationen. Und dann ist es auch eine sehr persönliche Angelegenheit, was wir als Glück definieren. Andererseits gibt es natürlich auch Wege, die man bewusst gehen und ‚Techniken’ die man bewusst anwenden kann, um glücklicher zu sein. Unter anderem finde ich es wichtig, den Fokus mehr auf die Essenz, sprich die Qualität dessen, was wir uns wünschen, zu legen, statt auf die Form. Wenn wir eine genau Vorstellung davon haben, wie etwas zu sein hat, wie es aussehen soll, damit es uns glücklich macht, dann bemerken wir oftmals gar nicht, dass es vielleicht schon da ist und sich nur in einer anderen Form zeigt, als wir es erwartet haben. Beispiel: „Ich brauche ein Haus, um glücklich zu sein.“ Statt zu schauen was für eine Qualität verbinden wir mit einem Haus, z.B. Geborgenheit. Und wo in unserem Leben erfahren wir denn sonst noch Geborgenheit, was können wir auch dazu beitragen, um Geborgenheit in unser Leben einzuladen, statt dieses Gefühl an einem Haus festzumachen, was am Ende dann noch nicht mal eintrifft. Vielleicht findet sich das Gefühl von Geborgenheit ja auch im Kreise von Gleichgesinnten oder unter einem schattenspendenden Baum.

Was ist deine Arbeit? Was kannst du für die Menschen tun?
Wenn jemand in der Krise zu mir kommt, geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme. Was ist der Ist-Zustand jetzt? Gab es Zeiten in ihrem Leben, wo es besser war? Und wenn ja, wie ging es ihnen da, was haben sie da gemacht? Und nicht zuletzt auch zu erkennen, ob die Person auch wirklich bereit ist, etwas zu verändern oder ob der jetzige Zustand ihr auch noch dient (das zu erkennen ist häufig auch befreiend), und wenn Veränderung erwünscht ist, gemeinsam Wege zu finden diese auch konkret umzusetzen. Und dann geht es auch darum, die Schatten anzuschauen, die Dinge, die sie zurückhalten, Ängste, Glaubenssätze.

Warum ist das so wichtig? Als Erwachsener ist man doch längst unabhängig von dem, was die Eltern gesagt haben?
Das was uns bewusst ist, ist nur die Spitze vom Eisberg. Gerade Glaubenssätze, die wir verinnerlich haben, wirken sehr stark. Wenn wir als Kinder gelernt haben „Ich muss gefallen“ oder „Ich muss immer nett sein“ sitzt das tief. Wenn wir etwas ändern wollen, stehen wir unbewusst vor der Entscheidung: gehe ich das Risiko ein und werde dann nicht mehr geliebt? Oder sterbe vielleicht sogar? – das klingt irrational, aber genau so empfinden wir als Kinder häufig und das ist dann die Realität für uns- Dann sind wirklich sehr existenzielle Dinge.

Aber es gibt ja einfach auch Situationen, die objektiv schlimm sind.
Natürlich gibt es auch im Äußeren Dinge, die einen einschränken, Situationen, die man nicht von heute auf morgen verändern kann. Vielleicht habe ich drei kleine Kinder und kein Geld oder ich bin krank. Aber dann geht es darum, in diesem Rahmen zu sehen: Wie kann ich vielleicht die Perspektive verändern und wie finde ich den Zugang zu meiner Kraft und Lebensfreude in mir? Es ist ein Prozess und das wird es auch immer bleiben.

Also würdest du sagen, dass dadurch dass man sich Dinge bewusst macht, schon Veränderung passiert?
Bei vielen gerät durch die Bewusstmachung etwas ins Rollen. Es gibt Aha-Erlebnisse, die Energie freisetzen, die dazu genutzt werden kann, etwas anzugehen.

Warum halten wir eigentlich an Verhaltensweisen und alten Mustern fest, selbst wenn wir erkannt haben, dass sie nicht gut sind?
Meine Erfahrung zeigt – auch meine eigene Erfahrung mit mir selbst – dass die alten Muster immer dann greifen, wenn wir nicht präsent sind – und das ist laut Neurowissenschaften ca. 90 Prozent der Zeit der Fall. Und zwar weil da noch nichts anderes gelernt ist. Wenn ich in Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft bin, muss mein System auf ein Programm von der Festplatte zurückgreifen, was da gespeichert ist, um gewisse Dinge zu machen. Das hat ja auch sein Gutes. Ich kann Auto fahren und mich dabei unterhalten, weil ich schalte, lenke, bremse ohne darüber nachdenken zu müssen.

Und dann laufen lauter schlechte Programme ab.
Die haben uns oftmals irgendwann gute Dienste geleistet. Weil wir damit gefühlt überleben konnten, und in schwierigen oder gar traumatischen Situationen zu der Zeit die einzige Art und Weise waren damit umzugehen. Wenn ich mich als Kind in bedrohlichen Situationen in Tagträume geflüchtet habe, war das möglicherweise sinnvoll, weil ich nicht sagen konnte: „Wisst Ihr was Leute, ich gehe jetzt mal.“ Wenn ich aber mein Leben lang in jeder Stresssituation gedanklich aussteige und dissoziiere ist das nicht so sinnvoll.

Man schaut sich oft ja selbst dabei zu, wie man etwas macht, von dem man weiß, dass es nicht gut ist.
Wir wissen dann einfach, was passiert. Wir wissen, wie es sich anfühlt, wir wissen, wie wir sind, wenn wir das tun, und wer wir sind und das gibt uns Sicherheit. Die ist uns meistens lieber als die Ungewissheit.

In meinem Fall ist es oft so, dass der Wunsch, meine Handlungsmuster zu ändern, zwar groß ist, ich aber an die neuen Muster nicht wirklich glauben kann. Es ist wie in dem alten Witz, in dem ein Mann wochenlang in einer psychiatrischen Klinik behandelt wird, weil er glaubt eine Maus zu sein. Schließlich wird er als geheilt entlassen, kommt aber nach ein paar Tagen völlig aufgelöst wieder in die Klinik zurück. Auf die Frage, was los ist, sagt er: „Ich habe eine Katze getroffen.“ „Ja, aber sie wissen doch inzwischen, dass sie keine Maus sind“, sagt der Arzt. „Ja“, antwortet der Mann, „aber weiß die Katze das auch?“
Hast du ein Beispiel für eine solche Situation?

Ich leide immer wieder an Depressionen und Angstzuständen und mein gelerntes Muster ist: ich brauche Medikamente dagegen. Ich glaube nicht mehr daran, dass das die beste Art ist, damit umzugehen, aber der Impuls ist immer noch da.
Meine Erfahrung ist: So lange wir versuchen, etwas loszuwerden, kann es nicht gehen.
Dein Impuls gegenüber der Angst, die da kommt, ist: wie kriege ich sie weg und nicht: ich lasse die Angst zu. Ich glaube, man muss dem Gefühl Raum geben. Also zum Beispiel sagen: „Es ist ok, ich habe jetzt Angst.“ Aber es ist gar nicht so einfach, mit einer Emotion nur zu sein.

Vor allem, wenn sie unangenehm und bedrohlich ist.
Klar, unangenehm mag keiner – auch wenn das vielleicht ein erster Ansatz wäre, zu akzeptieren, dass ‚Unangenehm’ zum Leben gehört und dem Zustand mit Gelassenheit zu begegnen. Dennoch kann Angst sich zu Panikattacken steigern und das ist furchtbar. Natürlich wollen wir das nicht. Die Sache ist aber, dass jede Emotion eine Form von Energie ist. Energie ist weder gut noch schlecht, sie ist einfach. Also es wird beispielsweise durch irgendeine Situation Angst ausgelöst. Wir möchten sie nicht spüren und tun daher entweder so, als gäbe es sie nicht, indem wir uns sagen: Es gibt überhaupt keinen Grund Angst zu haben. Oder wir reagieren sehr heftig und wollen die Angst sofort loswerden. In beiden Fällen gibt es keinen Raum für die Emotion.

Und den braucht sie?
Ich glaube, dass eine Emotion sich erfüllen muss. Sie muss durchlaufen. Ein schönes Bild dafür ist der offene Zen-Kreis, der Ensō. Er steht symbolisch für die Energie, die kommt, sich vervollständigt und dann wieder ins Nichts geht. Keine Emotion hält länger als maximal eineinhalb Minuten, im Normalfall sogar nur 30 Sekunden, wenn wir sie nicht füttern. Meistens sind unsere Gedanken das Benzin für die Flamme der Emotion.

 

Enso

 

Und wie lässt man eine Emotion durchlaufen?
Indem man sie „einfach“ spürt, physisch spürt und nicht anfängt, eine Story zu erzählen. Wenn ich nur präsent bin, dann hat die Emotion die Chance, sich aufzulösen, indem sie sich als Energie erfüllt.

Hört sich schwierig an.
Es geht häufig nur in kleinen Schritten. Immer nur so viel wie man eben gerade kann. Und man kann sich Hilfe holen. Zu sagen, das sind bestimmte Ängste, die bringen mich an einen Punkt, an den ich nicht allein gehen will, ist völlig in Ordnung. Dafür gibt es ja die ganzen Menschen, die damit arbeiten. Es gibt aber ganz viele Momente, wo ich das Mit-Emotionen-Sein üben kann, die nicht so existenziell und lebensbedrohlich sind.

Welche Rolle spielt der Körper in diesem Prozess?
Eine ganz große. Wir bestehen ja auch aus Körper. Ich merke immer wieder, dass wir Kopfentscheidungen treffen können und der Körper eine ganz andere Wahrheit hat.
Wenn wir lernen, mehr auf diese Stimme zu hören, können wir sicherere Entscheidungen treffen.

Wie macht man das?
Wenn man eine Entscheidung treffen muss, kann man sich die Alternativen genau visualisieren und dann aufrichtig in den Körper hinein spüren. Er wird entweder mit einer tiefen Atmung, mit einem Seufzer mit Entspannung reagieren – heißt so viel wie : „Ja, das ist glaube ich gut.“ Oder er wird mit Anspannung regieren, mit einer flachen Atmung oder Kopfschmerz.

Wie verwendest du das in deiner Arbeit?
Wenn jemand etwas Bestimmtes erzählt, frage ich immer wieder: „Wie fühlt sich der Körper jetzt an?“ Wenn der Coachee dann zum Beispiel sagt: „Ich habe so einen Kloß im Hals“, dann bitte ich ihn, bei dem Gefühl zu bleiben, es zu erforschen. Dadurch löst sich vieles, ich komme mit den Klienten viel schneller an Ursachen und wir bleiben nicht so auf der Symptomebene.

So wie Du das beschreibst, klingt es eigentlich nach therapeutischer Arbeit. Wie unterscheidet man Coaching und Therapie?
Das ist formell sehr eindeutig, aber in der Praxis immer wieder nicht ganz so einfach. Ich komme aus der Körpertherapie und was mich da ein bisschen an meine Grenzen gebracht hat, war, dass Menschen kommen und glauben: Der Therapeut wird es schon richten. Beim Coaching ist ganz klar, der Klient/Coachee ist die Person, die es in der Hand hat. Mich hat das von dem Druck erlöst, dass ich immer wissen muss, worum es geht und was richtig für den Klienten ist – was letztendlich überhaupt nicht geht. Das sollte meiner Meinung nach auch eine gute Therapie ausmachen.

Das heißt, man muss sich im Grunde selbst therapieren.
Du kennst dich von Geburt an, sogar schon vorher. Ich kann eine Fähigkeit haben, mich gut einzustimmen auf dich, kann Dinge wahrnehmen, die richtigen Fragen stellen, begleiten, aber der Prozess bleibt bei dir, die Schritte bleiben bei dir, auch das Erkennen. Zu spüren, dass man es selbst macht, dass man aus eigener Kraft etwas verändern kann, ist eine sehr heilsame Erfahrung.

Ich kenne das, was das du beschreibst aus meiner Yoga Nidra Ausbildung, wo wir geübt haben, jemand anderen durch seine Meditation zu führen. Ich fand es anfangs sehr schwierig, keinen Plan zu haben, nicht zu wissen, was bei dem anderen passiert. Ich hatte das Gefühl, ich müsste die Kontrolle haben, weil ich ja eine Leistung abliefern muss.
Es war für mich ganz wichtig, mich auf dieses Nicht-Wissen einzulassen. Zu sagen: Ich bin nur da und halte den Raum für das, was sich zeigen möchte. Ich kann meine Wahrnehmung trainieren, für die Informationen, die im Raum sind aber wissen tue ich nicht. Ich hatte manchmal bestimmte Annahmen und dann kam der Coachee mit einer Lösung, auf die ich nie hätte kommen können.

Wie trainierst du deine Wahrnehmung?
Durch Meditation, durch Yoga, durch Transparente Kommunikation nach Thomas Hübl, durch Kontemplation, durch Präsenz im Alltag, durch In-Verbindung-Gehen, in der Natur sein. Es geht nicht darum, eins zu werden. Du bist hier ich bin da, aber es gibt eine Schnittmenge, wo wir uns begegnen, auf einander beziehen. Natürlich habe ich meine Ausbildung und meine Techniken und das ist alles wertvoll. Aber im Grunde geht es darum, mit Liebe und Präsenz da zu sein und sich für alle Informationen in diesem Raum zu öffnen und sie wahrzunehmen, alles andere ist nicht in meiner Hand.

Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Spiritualität?
Eine ganz große für mich. Weil sie für mich die Anbindung ist, der Zugang zu diesem Raum, wo Dinge sein dürfen, wo auch das Wissen ist, dass Nicht-Wissen sein darf. Spiritualität ist für mich auch der Zugang zu dem Vertrauen, an etwas Größeres angeschlossen zu sein. Manchmal passiert es mir, dass ich im Coaching plötzlich etwas sage und denke: Das sind gar nicht meine Worte. So eine Klarheit, so ein tiefes Wissen, das ist transpersonal nicht Klein-Gaby. Das ist, wenn ich angebunden bin.

Macht dich das glücklich?
Ja, am glücklichsten bin ich wirklich, wenn ich ganz stark in dieser Anbindung bin. Das kann sich in allem Möglichen zeigen, es muss gar nicht auf meinem Meditationskissen sein. In einer ganz präsenten Begegnung zum Beispiel, wo ich Verbundenheit spüre. Oder wenn ich inspiriert bin, da habe ich Lebensenergie und spüre: Da ist etwas anderes durchgekommen. Da ist Verbundenheit, tiefes Wissen und Geborgenheit.
Und natürlich, wenn ich merke: ich konnte eine Person oder eine Gruppe in ihre Kraft begleiten. Da tut sich etwas, da ist wieder Leichtigkeit da, Bewegung, Freude und Gesundheit. Das macht mich total glücklich.

 

— Posted on 8. April 2016 at 10:03 by

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